- Manifest zum Tag der Deutschen Einheit: Der Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen (BV NeMO) bündelt dabei die Stimmen von fast 800 migrantischen Organisationen und ihren Netzwerken in Deutschland.
- Start einer bundesweiten Kampagne: Ab Mitte Oktober erzählen Aktive aus den Vereinen vor Ort die persönlichen Geschichten hinter den politischen Forderungen.
- Höhepunkt am 10. Dezember: Zum Internationalen Tag der Menschenrechte folgen zentrale und dezentrale Aktionen in Berlin und ganz Deutschland.
BERLIN, 3. Oktober 2026. Während gesellschaftliche Polarisierung zunimmt und Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte in politischen Debatten erneut zu Sündenböcken gemacht werden, setzen (post-)migrantische Organisationen zum Tag der Deutschen Einheit ein eigenes Zeichen: Mit der Veröffentlichung eines gemeinsamen Manifests beanspruchen die Mitglieder des BV NeMO eine aktive Rolle bei der Gestaltung des Einwanderungslandes.
„Wir bitten nicht um Mitsprache, wir beanspruchen sie. Über die Zukunft Deutschlands darf nicht länger ohne diejenigen entschieden werden, die dieses Land täglich mitgestalten“, betont Dr. Elizabeth Beloe, Vorsitzende des BV NeMO.
„Der 3. Oktober als Startpunkt wurde bewusst gewählt: Mit der Wiedervereinigung Deutschlands galt das Grundgesetz für alle, die in Deutschland leben. Das Grundgesetz stellt die Unantastbarkeit der Menschenwürde an seine Spitze. Das ist kein abstraktes Versprechen, sondern ist und bleibt der Maßstab für unser Zusammenleben in diesem Land.“
Klartext für das Einwanderungsland Deutschland
Das Manifest ist in seiner Form einzigartig: Es verbindet herkunftsübergreifend die Erfahrungen und die Identitäten von Menschen aus hunderten (post-)migrantischen Organisationen in verschiedenen deutschen Städten mit gemeinsamen politischen Forderungen.
Dazu zählen Chancengleichheit in Bildung, Arbeitsmarkt und öffentlichem Dienst, eine vielfältige Repräsentation in Verwaltung, Justiz und Politik, ein humanes Asyl- und Bleiberecht, konsequenter Schutz vor Rassismus sowie eine dauerhafte und verlässliche Förderung (post-)migrantischer Organisationen.
Die Forderungen entstehen aus der täglichen Arbeit vor Ort. Die Menschen in den Vereinen schaffen Orte der Begegnung und Teilhabe, fördern Bildung und Engagement, unterstützen Menschen beim Ankommen und bringen ihre Erfahrungen in kommunale Netzwerke, politische Gremien und die Zivilgesellschaft ein. Ab Mitte Oktober startet deshalb eine Kampagne, bei der Aktive aus verschiedenen Städten öffentlich die Geschichten hinter diesen Forderungen erzählen.
So wird aus vielen Erfahrungen eine gemeinsame öffentliche Stimme. Höhepunkt ist der 10. Dezember 2026, der Internationale Tag der Menschenrechte. Dann macht der Bundesverband NeMO durch das Manifest und seine Kernforderungen in Berlin sowie an zahlreichen Orten bundesweit mit öffentlichen Aktionen die Vereine und ihre Arbeit sichtbar. Außerdem tauschen sich die Aktiven aus den Vereinen mit Menschen aus anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen aus, um ihre Arbeit weiter zu vertiefen.
„Wir sind Teil dieses Landes. Wir gestalten es mit. Und wir wollen, dass unsere Erfahrungen und Forderungen in der politischen Debatte gehört werden“, sagt Dr. Elizabeth Beloe.
Das Manifest ist hier zu lesen
Weitere Informationen zur Kampagne folgen.
