BV NeMO an Minister Seehofer: Sich dem Alltagsrassismus gemeinsam entgegenstellen!

Am 20. Mai 2020 tagte erstmals der nach den Terroranschlägen in Hanau vom 20. Februar angekündigte Ausschuss des Bundeskabinetts zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus. Der Vorstand des Bundesverbands Netzwerke von Migrantenorganisationen (BV NeMO) nahm dies zum Anlass für ein Schreiben an Minister Seehofer.

Dort heißt es u.a.: „Zu den rechtsterroristischen Anschlägen, die uns und die Menschen, mit denen wir leben, verstören und empören, kommt vor allem auch der wachsende Alltagsrassismus, der uns große Sorgen macht. Deshalb ist es uns besonders wichtig, dass die Abwehr von Rechtsextremismus und Rassismus rasch und unmittelbar bei den Menschen vor Ort ankommt und spürbar wird. Ohne den konkreten Blick auf die reale Situation vor Ort, in den Städten und den Communities, besteht die Gefahr, dass die Abwehr von Rechtsextremismus und Rassismus ins Leere läuft.“

Der BV NeMO ist mit seinen lokalen Verbünden nahe bei den Menschen vor Ort. Gegenüber Minister Seehofer unterstreicht er: Es ist zu begrüßen und unverzichtbar, dass sich die Politik dem Rassismus entgegenstellt. Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit hängen auch davon ab, ob „Rat und Tat“ der Migrant*innenorganisationen gewünscht und unterstützt werden und ihre Teilhabe „auf Augenhöhe“ erfolgt.