Gegen Rassismus und Diskriminierung: Seminarreihe zum Aufbau von Antidiskriminierungsberatungsstellen erfolgreich beendet

Die vom 08.07.2021 bis zum 29.09.2021 organisierte Seminarreihe des Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen e. V. (NeMO) und Anti-Rassismus Informations-Centrum (ARIC-NRW e. V.) hat in vier Seminareinheiten 17 Teilnehmende aus neun Verbünden und assoziierten Trägern weitergebildet.

Im Rahmen des NeMO-Projekts Strukturförderung gefördert durch das Bundesministerium des Inneren (BMI) konnten NeMO-Verbünde, die bereits eine Beratung im Bereich Antirassismus/Antidiskriminierung ehrenamtlich anbieten, ihre Kenntnisse vertiefen und ausbauen. In vier aufeinander aufbauenden Modulen wurden theoretisch als auch praktisch Themen wie Grundlagen der Antidiskriminierungsarbeit, Aufbau eines Andiskriminierungsbüros, Beratung von Menschen mit Diskriminierungserfahrung, systemischer Beratungsansatz als Technik der Antidiskriminierungsarbeit vermittelt. Die erfahrenen Trainer*innen Hartmut Reiners (alle Seminarmodule), Gülgün Teyhani (Modul 1) und Marcus Osei (Seminarmodule 2-4) wandten abwechslungsreiche Methoden und Instrumente an und gestalteten ein Safe Space, in dem offen über Diskriminierung und Rassismus gesprochen werden konnte.

Die Seminarreihe erhielt sehr positive Rückmeldungen der Teilnehmenden. Diese haben sich wertvolles neues Wissen angeeignet und fühlten sich ‚empowert‘. „Der Umgang war sehr wertschätzend und wir hatten viel Raum für Reflexion und Austausch“, so eine Mitarbeiterin vom Bielefelder Netzwerk der Migrantenorganisationen (BiNeMO e. V.).
Der Bundesverband NeMO e. V. freut sich, für diese Seminarreihe ARIC NRW e.V. als starken und gut vernetzten Kooperationspartner gewonnen zu haben und sieht einer weiteren Zusammenarbeit positiv entgegen.
 

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Seit 2013 erhält unser Verband eine strukturelle Förderung durch das BMI Gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Seit 2013 erhält unser Verband eine strukturelle Förderung durch das BMI

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

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Wir begrüßen die Eröffnung der Debatte um ein #Bundespartizipationsgesetz, das im Koalitionsvertrag angekündigt wurde...

Wir begrüßen die Eröffnung der Debatte um ein #Bundespartizipationsgesetz, das im Koalitionsvertrag angekündigt wurde und danken Staatsministerin @reem.alabaliradovan für die Einladung zum Austausch zum Gesetzt mit Diaspora- und Migrant*innenorganisationen. Wir danken auch der @diebkmo für die Vorlage eines Gesetzesentwurfs zum Partizipationsgesetz. Die Grundfrage, die sich bei dieser Gesetzgebung immer gestellt werden muss, ist: Kann und wird ein Partizipationsgesetz die Teilhabe von Menschen mit direkter oder indirekter Einwanderungs- und Fluchtgeschichte verbessern? Denn entscheidend ist, wie vor Ort und ganz konkret Partizipation verbessert wird. Aus der Sicht des Bundesverbands NeMO kann ein Partizipationsgesetz rechtlich-politische Rahmenbedingungen für die Partizipationsförderung verbessern. Das ist auch dringend nötig. Wir sehen in allen Bereichen gesellschaftliche Problem und Benachteiligungslagen – sei es Bildung, Berufsbildung, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Einkommen, Wohnen. Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte sind überproportional negativ betroffen. Auch Rassismus spielt hierbei auch eine wichtige Rolle. In Folge von Corona und Inflation hat sich dies noch verstärkt. Das Gesetz sollte sich erstens in ein Ensemble von Gesetzen, Verordnungen, Strategien und Masterplänen einordnen – und dies auch zu einem Teil des Gesetzes zu machen – das gemeinsam und potenziert zu tatsächlicher Teilhabe führt. Zweitens sollte dem Partizipationsgesetz die Erkenntnis zugrunde liegen, dass Einwanderungsgesellschaft eine Querschnittaufgabe ist. Für ein Partizipations- oder Teilhabegesetz stellen sich aus unserer Sicht noch offene Fragen. Ein Partizipationsgesetz kann die Rahmenbedingungen für die Partizipationsförderung verbessern. Aber natürlich hat – neben den materiellen Aspekten – ein solches Gesetz potenziell auch eine hohe Symbolkraft. Gerade deshalb muss die nun beginnende Debatte breit geführt werden; nur dann kann ein solches Gesetz seine mögliche Signalwirkung gut entfalten. Die komplette Stellungnahme findet ihr auf unserer Website, über den Link in der Bio und in der Story. Fotos: © Integrationsbeauftragte/Loos