Praxishandbuch Konstruktiv handeln in der Migrationsgesellschaft ist veröffentlicht: Ein weiterer Schritt hin zu einer diskriminierungsfreien Gesellschaft!

Der Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen e. V. (NeMO) geht von einer immer pluraler werdende Gesellschaft aus, in der lokale Verbünde von Migrant*innenorganisationen zunehmend eine Rolle spielen. Unser Ziel: diese so auszugestalten, dass Menschen in ihrer Verschiedenheit gut und sich gegenseitig anerkennend miteinander leben können.

(c) Laura Breiling

Der Bundesverband NeMO und seine Verbünde können die Perspektiven und Erfahrungen einbringen von Migrant*innen und von jenen Menschen, die von Rassismus oder anderen Diskriminierungsformen getroffen sind. Genau deshalb verstehen wir uns als wichtige Partner kommunaler Politik, aber auch als wichtige neue politische Stimme.
Antirassismus ist seit jeher ein Querschnittsthema beim Bundesverband NeMO. Deswegen war es uns und dem Projektteam von wir sind viele – mit Haltung für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ein Anliegen, zum einen eine Arbeitsunterstützung für Haupt- und Ehrenamtliche von Migrant*innenorganisationen anzubieten. Zum anderen wollen wir der kommunalen Politik aufzeigen, welche Rahmenbedingungen es geben muss und wie sie umgesetzt werden können.

Im Praxishandbuch Konstruktiv handeln in der Migrationsgesellschaft! definieren wir auf 187 Seiten relevante Begriffe. Darin stellen wir zudem ausgewählte Gesetzesgrundlagen dar, beschreiben soziale Felder des Rassismus als Konfliktzone, analysieren die Bedarfe der Aktiven vor Ort, stellen ihre Interventionen gegen Rassismus vor, legen Grundlagen gemeinsamen Handelns dar und geben schlussendlich Handlungsempfehlungen für die Politik.

Das Praxishandbuch liegt zum einen in der Printversion vor, aber ist auch für alle freizugänglich hier zu finden. 

Wissen ist nicht endlich und unsere Verbünde möchten ihre viel Expertise teilen, deshalb wächst unser Praxishandbuch weiter. Dafür haben wir eine digitale Pinnwand erstellt, die es Allen ermöglicht Wissen zu ergänzen und gute Beispiele einzubringen. Die digitale Pinnwand haben wir hier eingerichtet. 

Für weitere Informationen und Anregungen kontaktieren Sie:
Brigitte Lawson, Projektleitung
b.lawson@bv-nemo.de

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Seit 2013 erhält unser Verband eine strukturelle Förderung durch das BMI Gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Seit 2013 erhält unser Verband eine strukturelle Förderung durch das BMI

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

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Wir begrüßen die Eröffnung der Debatte um ein #Bundespartizipationsgesetz, das im Koalitionsvertrag angekündigt wurde...

Wir begrüßen die Eröffnung der Debatte um ein #Bundespartizipationsgesetz, das im Koalitionsvertrag angekündigt wurde und danken Staatsministerin @reem.alabaliradovan für die Einladung zum Austausch zum Gesetzt mit Diaspora- und Migrant*innenorganisationen. Wir danken auch der @diebkmo für die Vorlage eines Gesetzesentwurfs zum Partizipationsgesetz. Die Grundfrage, die sich bei dieser Gesetzgebung immer gestellt werden muss, ist: Kann und wird ein Partizipationsgesetz die Teilhabe von Menschen mit direkter oder indirekter Einwanderungs- und Fluchtgeschichte verbessern? Denn entscheidend ist, wie vor Ort und ganz konkret Partizipation verbessert wird. Aus der Sicht des Bundesverbands NeMO kann ein Partizipationsgesetz rechtlich-politische Rahmenbedingungen für die Partizipationsförderung verbessern. Das ist auch dringend nötig. Wir sehen in allen Bereichen gesellschaftliche Problem und Benachteiligungslagen – sei es Bildung, Berufsbildung, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Einkommen, Wohnen. Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte sind überproportional negativ betroffen. Auch Rassismus spielt hierbei auch eine wichtige Rolle. In Folge von Corona und Inflation hat sich dies noch verstärkt. Das Gesetz sollte sich erstens in ein Ensemble von Gesetzen, Verordnungen, Strategien und Masterplänen einordnen – und dies auch zu einem Teil des Gesetzes zu machen – das gemeinsam und potenziert zu tatsächlicher Teilhabe führt. Zweitens sollte dem Partizipationsgesetz die Erkenntnis zugrunde liegen, dass Einwanderungsgesellschaft eine Querschnittaufgabe ist. Für ein Partizipations- oder Teilhabegesetz stellen sich aus unserer Sicht noch offene Fragen. Ein Partizipationsgesetz kann die Rahmenbedingungen für die Partizipationsförderung verbessern. Aber natürlich hat – neben den materiellen Aspekten – ein solches Gesetz potenziell auch eine hohe Symbolkraft. Gerade deshalb muss die nun beginnende Debatte breit geführt werden; nur dann kann ein solches Gesetz seine mögliche Signalwirkung gut entfalten. Die komplette Stellungnahme findet ihr auf unserer Website, über den Link in der Bio und in der Story. Fotos: © Integrationsbeauftragte/Loos